Schulung von Mitarbeitern an vorderster Front ist der Schlüssel, um Veränderungen zu implementieren.

Schon seit vielen Jahren wird über die Möglichkeiten diskutiert, die digitale Lösungen für die Modernisierung des Gesundheitswesens bieten. Zum einen kann durch eine optimierte Kommunikation in Verbindung mit einer schnelleren und genaueren Diagnose, eine bessere Behandlung und eine frühzeitigere Entlassung von Patienten gewährleistet werden. Die Nutzung von Daten führt zu einer individuellen, zeitnahen und effektiven Therapie und einem verbesserten Patientenflow. Eine Digitalisierung bisher papierbasierter, manueller Prozesse sorgt für mehr Zeit hinsichtlich der Patientenversorgung – die potenziellen Vorteile liegen für jeden, der im Gesundheitswesen tätig ist, auf der Hand.

Dennoch wurden digitale Technologien bisher oft nur zögerlich und mit wenig befriedigenden Ergebnissen umgesetzt. Das ist hauptsächlich der systemischen Lethargie und aktuellen Herausforderungen geschuldet, die neue Denk- und Arbeitsweisen erfordern. Doch die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, was diesbezüglich möglich ist.

Angetrieben durch die Notlage der COVID-19-Pandemie demonstrierte der NHS seine beispiellose Fähigkeit, auf Notwendigkeiten zu reagieren, gefährdete Patienten und Mitarbeiter an vorderster Front zu unterstützen und zu schützen.

NHS Trusts können mit Hilfe von digitalen Tools die Menge der benötigten Schutzausrüstung für das Personal prognostizieren und über die Nutzung von Analysen werden mögliche positive Corona-Infektionen von Patienten in der Pandemie digital nachverfolgt. Einrichtungen führen virtuelle Schulungen durch, um klinisches Personal für die Arbeit auf COVID-19-Stationen zu qualifizieren – in allen Bereichen der Akutversorgung fand eine rasche Transformation statt. Nun wird in der Gesundheits- und Primärversorgung auf Technologie gesetzt, um sicherzustellen, dass nicht akut behandlungsbedürftige Patienten wichtige Arzt- und Versorgungstermine weiterhin wahrnehmen können – wenn auch virtuell.

Deb Sutton und Dan Wadsworth von TeleTracking UK sind jedoch der Meinung, dass die Entwicklung hin zu einem digitalisiertem NHS ein positiver und begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung ist. Aber der Schlüssel zum vollen Ausschöpfen der Vorteile digitaler Lösungen, die Einbindung und Schulung der Mitarbeiter an vorderster Front sind, damit diese Änderungen bereits von Beginn an umgesetzt werden können.

 

Digitale Transformation: kleine Veränderungen, große Wirkung

Digitale Transformation klingt nach einer gewaltigen Aufgabe. Wenn es so viel zu verändern gibt, ist es nicht leicht festzulegen, wo man anfangen soll. Daher ist es vielleicht nicht überraschend, dass die verzögerte Umsetzung nicht das Ergebnis einer rationalen Entscheidung ist. Dennoch führt es vielerorts zu Ernüchterung, dass der NHS, der als Wegbereiter des Krankenversicherungsschutzes für alle gilt, digitale Technologien bisher nur langsam eingeführt und genutzt hat und dass diese nicht immer den erwarteten Nutzen mit sich gebracht haben.

Das liegt in vielen Fällen daran, dass Technologie-Investitionen auf organisatorischer Ebene mit einem Bereitstellungs- bzw. Implementierungsplan, der die Herausforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter an vorderster Front nicht versteht oder berücksichtigt, keine große Rolle spielen und nichts bewegen werden. Eine echte digitale Transformation braucht die Unterstützung der Menschen, die in den entsprechenden Abteilungen arbeiten und die Abläufe im Detail kennen. Außerdem ist die Unterstützung der Führungsebene der Krankenhäuser erforderlich, um eine umfassende Digitalisierung zu ermöglichen.

Tatsächlich waren die Veränderungen, die in der Hochphase der Pandemie zu beobachten waren, größtenteils das Ergebnis von Mitarbeitern an vorderster Front, die Entscheidungen für Verbesserungen vor Ort treffen konnten und mussten: Oft waren es nur kleine individuelle Veränderungen, die in der Summe jedoch eine große Wirkung erzielten.

 

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